Für, oder gegen einen Kauf eines HZJ78

Während meiner letzten Reise in die ehemalige UDSSR kamen mir so verschiedene Gedanken. Man hat ja Zeit zum nachdenken. Seinerzeit, im Dezember 2002 habe ich mich nach einer eingehender Studie verschiedener Artikel im Internet und meinen bis dahin erworbenen Erfahrungen mit einem Toyota 4Runner zum Kauf eines Toyota HZJ78 entschieden. Die Gründe waren die größere Karosserie, Robuste Bauweise, Technologie aus den 80gern, die ja angeblich jeder Dorfschmied reparieren kann. Ein Artikel in der „Offroad“ Zeitschrift aus dem Jahr 2001 hat mir da natürlich auch geholfen. Um aus einem HZJ78 ein Extrem-Reisefahrzeug zu machen, benötigt das Fahrzeug recht umfangreiche Umbauten. So z.B. größere Räder, (original mickrige 205 x 16) Austausch des gesamten Fahrwerks inkl. Höherlegung, usw. je nach dem was man als Individualist so unterwegs gebrauchen kann.

Es hat sich für mich gezeigt, dass die Wahl des Fahrzeuges keinesfalls so glücklich war, denn der HZJ78 ist im Vergleich zum HZJ75 gar nicht mehr so Havy Duty, wie es von Toyota so angepriesen wird und keines falls von einem Dorfschmied repariert werden kann, wie es so in verschiedenen Artikeln im Internet gepriesen wird.

1.      Der Motor ist viel zu veraltet. Dementsprechend zu schwach und durstig. Im Durchschnit ca. 4l mehr als ein Commonrail Motor.

2.      Die alte Technologie des Fahrwerkes kann mit einem modernen permanenten Allrad niergens mithalten.

3.      Das Getriebe für eine Reise im Sand etwas zu schwach ist. Ein schnelles Schallten mag er überhaupt nicht. Dies wird aber genau in Fahrten im Sand benötigt.

4.      Getriebe-Ausgangswelle viel zu schwach, hielt nicht einmal 120'000 km.

5.      Ersatzteil Beschaffung kann bis je nach Teil und Ort auch mehrere Monate in Anspruch nehmen. (Viel Spass unterwegs) In der Regel kann kein Dorfschmied etwas daran reparieren, denn meistens fehlen eben diese spez. Teile, oder Spez. Werkzeuge


Sicherlich ist der HZ1 Motor sehr robust, und hält vermutlich auch die versprochene 500k km, oder gar noch mehr. Der Mehrpreis umgerechnet in Treibstoff und Schmiermittel würde spielend zu einer Generalüberholung jedes anderen Motors genügen. Ca. 12'000.- bis 15'000.- Euro bei 300'000 km gegenüber einem Defender TD5. Ich möchte hier nicht eine Diskussion darüber entfachen, möchte nur, dass sich jeder gut überlegt, wohin er wirklich in den Urlaub fahren wird und welches Fahrzeug er auch einsetzen möchte.



Nach mir ist das Fahrzeug des Geldes, dass es kostet einfach nicht wert. Gemessen an den Unterhaltkosten, gar leichtsinning.